Theory Of A Deadman
3 Jahre ist es her, dass hier voller Begeisterung über Theory Of A Deadman berichtet wurde und die Vorfreude auf das nächste Album war groß. Vor einem Jahr war es dann da und niemand hat es bemerkt. Am wenigsten ich. Eine traurige Sache, aber eine die wieder erkennen lässt, wie schwer es ist am Laufenden zu bleiben und Künstler im Auge zu behalten, deren Werke in Europa nicht veröffentlicht werden.
“Scars and Souvenirs” heißt es also, das neue Album von Theory Of A Deadman und der Vergleich mit Nickelback ist noch immer treffend, wenn es auch weniger Gemeinsamkeiten sind, die mittlerweile gefunden werden können. So entdeckt man beispielsweise deutliche Unterschiede in der Verwertbarkeit der einzelnen Songs. Während Nickelback‘s Nummern deutlich so gemacht wurden, dass sie in den Charts Erfolge einspielen werden, sind auf diesem Werk kaum Songs zu finden, die wirkliches Hit-Potential besitzen.
Und doch schaffen es Theory Of A Deadman, dass das Album einen starken Gesamteindruck hinterlässt, denn es ist eine ausgeglichene Platte ohne wirkliche Tiefen. Was zur positiven Erscheinung beiträgt sind natürlich die Songs, die herausstechen, wie die Nummern “So happy“, “All or nothing” und “Hate my life“, auf einem Album, das sich angenehm durchhören lässt.
“Scars and Souvenirs” von Theory Of A Deadman ist also kein Album, das mit Hits vollgepackt wurde, aber als Ganzes sicherlich gut genug um auch am Europäischen Musikmarkt zu bestehen. Mit Leichtigkeit sogar, denn, mal ehrlich, so stark ist die Konkurrenz dann auch nicht…
