Ta Dah
Da sich mit der Zeit immer mehr Alben anhäufen, über die ich mal schreiben wollte, wird es wieder mal Zeit euch, in Form von ein paar Kurzberichten, einen musikalischen Überblick zu verschaffen. Wieder einmal geht es um 5 Alben, die es geschafft haben, meine Aufmerksamkeit zu erregen und auf die eine- oder andere Art überzeugen konnten.
Die Barenaked Ladies überzeugen ja seit je her mit chilligem Gitarrenpop und so auch auf dem neuen Album “Are me“, das vor Allem durch die hohe Dichte an extrem eingängigen und guten Songs auftrumpft. Neben dem schon veröffentlichtem “Easy” überzeugen noch die Lieder “Home“, “Bull in a China shop“, “Take it back” und “Everything had changed“, das wunderbar die Vorzüge eines Banjos in den Vordergrund stellt.
Musik für den Sonntag, perfekt zum Entspannen oder einfach nur Material für einen neuen Scrubs-Soundtrack. “Are me” ist absolut hörenswert.
“Are you gonna be my girl” war die Frage die 2003 für Jet den Durchbruch bedeutet hat. Jetzt steht mit “Shine on” ein neues Album in den Regalen und äußerst den Anspruch den selben Erfolg zu erzielen und auch wenn kein Hit dieser Qualität zu finden ist, dieser Anspruch ist gerechtfertigt. Dem Käufer wird hier ein ausgewogene CD geboten auf der sowohl dir ruhigeren Songs, wie “Bring it on back“, “Kings horses” und “Come on come on“, als auch die schnellen Nummern wie, “Put your money where your mouth is” und “Rip it up“, überzeugen.
Australischer Rock kombiniert mit Ausflügen in den Brit-Pop. Ein insgeamt starkes Album, das man gehört haben sollte.
Juliette And The Licks – Four On The Floor
Die Schauspielerin Juliette Lewis dürfte den Meisten bekannt sein ähnlich wie im Film übernimmt sie auch in der Musik ihre ganz eigene Rolle. Einzuordnen ist dieses Album wohl in der Kategorie trashiger Rock, zu verstehen in der besten Bedeutung. Man kann beim hören von “Four on the floor” gar nicht anders als Spaß haben. Eingängige Melodien und die Energie die hier übertragen wird animieren wohl jeden zum mitshaken. Beispiele dafür sind die Songs “Purgatory blues“, “Inside the cage” und “Sticky honey” um nur einige zu nennen.
Feinster Rock von einer unheimlich talentierten Frau mit Band werden hier auf dem durchwegs starkem Album geboten und wecken den Wunsch diese Künstler einmal live zu erleben.
Papa Roach – The Paramour Sessions
Papa Roach ist eine Band, die eigentlich seit 10 Jahren in regelmäßigen Abständen Alben veröffentlicht aber nur gelegentlich in den Medien auftaucht. So wie im Jahr 2000, als sie mit “Last resort” ihren bisher größten Erfolg feierten. “The Paramour Sessions” werden daran wahrscheinlich nichts ändern. Das Album ist zwar nicht schlecht, bietet aber zu wenige Highlights um gegen die harte Konkurrenz zu bestehen. Die Lichtblicke auf der CD sind die Songs “I devise my own demise“, “Time is running out” und das bereits erwähnte “Forever“.
Wenn man die Musik von Papa Roach schon vorher geschätzt hat wird man sicher auch hier was für sich finden.
Die 80iger leben wieder und zwar auf dem neuen Album der Scissor Sisters. “Ta Dah” heißt das Stück und hat in den Medien schon höchsten Anklang gefunden und wurde von vielen Sendestationen gehypt. Die Folge ist eine immer größer werdende Anhängerschaft, die zum ersten mal die Möglichkeit hat die 80iger mitzuerleben. Mit Liedern wie der aktuellen Single “I don´t feel like dancing” oder “She´s my man” erhält das Disco-Zeitalter hier seine zweite Chance.
Da ich schon in den 90igern mit diesem Jahrzent konfrontiert wurde ist “Ta Dah” keine Cd die in meiner Playlist landen wird. Um ehrlich zu sein habe ich noch keinen Zeitpunkt im Laufe eines Tages gefunden, an dem mich diese Musik nicht nervt. Aber Geschmäcker sind verschieden und für Parties könnt es sich durchaus eignen.

Claudl
08 Nov 2006 00:25
Meine persönlichen Favourites der Liste sind eindeutig Jet und Juliette And the Licks- die haben mich schon beim ersten Reinhören begeistert und je mehr ich davon hör, desto mehr Ohrwurm-Qualität hat es!
Die Scissor Sisters würde ich musiktechnisch eigentlich schon mehr in die End-70er hineintun- wenn ich nicht den Eindruck hätte, dass die Bee Gees allesamt “entmannt” worden wären, würd ich meinen, dass der Sänger der Scissor Sisters ein direkter Nachfahre der Saturday-Night-Fever-Kastraten ist!
03 Jun 2009 09:33
[...] und deutet damit eine Veränderung an die nicht stattgefunden hat. Wie schon beim letzten Album bekommt der Hörer auch hier so ziemlich das was er sich erwartet. Härtere Musik und einige [...]