Paranoia oder Realitaet?
Vor einiger Zeit ist im Internet das Gerücht aufgetaucht dass es in Zukunft Geldscheine geben wird, in denen ein „mini Sender“ eingebaut ist.
Ihr haltet das für unmöglich? Wenn ja, muss ich euch leider enttäuschen! Technisch gesehen ist das integrieren von Mikrochips in Geldscheine überhaupt kein Problem. Die Grundlage dafür bietet der so genannte RFID – Chip.
RFID steht für Radio Frequency Identification.
Ein RFID – Chip kann Informationen sowohl zur Verfügung stellen als auch speichern.
In der Baugröße ist diese Technologie sehr variabel, so gibt es z.B. schon Modelle die in etwa so groß sind wie ein 1×1 mm großes Papierfussel! Es gibt RFID – Chips die ohne eigene Energieversorgung arbeiten. Sie Beziehen ihre Versorgungsspannung durch Induktion von Funksignalen aus den Lesegeräten (RFID Scanner). So ein Chip kann aus mehreren Metern Entfernung beschrieben bzw. ausgelesen werden.
Zurück zu dem Gerücht: Es soll mittlerweile schon Geldscheine geben die einen solchen Chip enthalten! Über diesen Chip kann eine Seriennummer ausgelesen werden die Informationen über den Geldschein beinhaltet. Zu diesen Informationen zählen der Ursprungsort, das Alter und der Wert des Scheines. Diese Daten könnten zukünftig z.B. an einer Supermarktkasse ausgelesen werden. Das ist natürlich ein riesiger Vorteil, da dadurch ein Fälschen nur sehr schwer bis gar nicht möglich ist (vorausgesetzt man würde alle alten Scheine durch neue ersetzen).
Es ist vorstellbar zukünftig sogar Handys mit Funktionen auszurüsten, die es möglich machen einen Geldschein auf seine Echtheit zu überprüfen. Aber ist das wirklich ein Vorteil? Somit könnte doch jeder Hobbygauner bevor er dir deine Geldbörse stielt überprüfen ob es sich überhaupt lohnt. Denn wie schon erwähnt ist auch der Wert elektronisch gespeichert, und daher auslesbar!
Außerdem können leider nicht nur Informationen ausgelesen, sonder auch Daten gespeichert werden. Dadurch wäre es möglich, ohne dass es der Besitzer des Scheines merkt, „den Weg eines Geldscheines“ aufzuzeichnen.
Ihr glaubt nicht, dass sich wirklich solche „verwanzten“ Geldscheine im umlauf befinden? Es gibt Versuche die beweisen sollen, dass es doch so ist:
Wenn man einen solchen Schein in die Mikrowelle legt, brennt sich genau an der Stelle an der der Chip sitzt ein Loch in den Schein. Aber Vorsicht – nicht ausprobieren! Das zerstören von Banknoten ist strafbar!!!
Hier ist ein link zu Bildern von einem Versuch
Sollten wirklich Scheine mit integriertem Chip im Umlauf sein, dann wäre das meiner meinung nach Datenschutzrechtlich bedenklich.
Schreibt mir bitte eure Meinung zu diesem Thema!

Pietropizzi
16 Oct 2005 12:54
Also die Tatsache, dass ich in meinem Geldbörsel eingie RFID Chips mit mir herumtrage ist schon sehr beängstigend. Es handelt sich hierbei wie gesagt zwar nur um ein Gerücht, dessen Wahrheitsgehalt sich nur schwer überprüfungen lässt, aber wenn man zu dem Thema etwas sucht, dann gibt es doch einige Hinweise dafür. Der Mikrowellen Test alleine ist nicht sehr überzeugend. Die Scheine haben einfach ein kleines Brandloch, welches aber daher kommen kann, dass an der Stelle eine Metallschicht auf dem Schein ist – diese führt dann zu Funken – und dieser dadurch an der einen Stelle durchbrennt.
Viel interessanter war schon der Artikel auf der Seite mit den Bildern. In diesem steht ja, dass die Einführung der Scheine mit den RFID Chips schon lange für das Jahr 2005 geplant ist. Dabei wird wiederum auf eine Meldung aus dem Jahr 2001 verlinkt dies besagt.
Wenn das hier alles wahr ist, dann ist das doppelt bedenklich, denn die Tatsache, dass die RFID Chips öffentlich angekündigt wurden, aber trotzdem kaum jemand etwas davon weiß, machen einem bewußt, wie mächtig die Medien sind, indem sie die “Wichtigkeit” der Themen bestimmen…