Musik aus dem hohen Norden
Der hohe Norden Europas, genauer gesagt Skandinavien, hat es mir schon länger angetan. Begonnen hat es mit einem ersten Aufenthalt in Norwegen schon im Sommer des Jahres 1999. Weiter Aufenthalte folgten im Sommer 2001 und 2002 in Dänemark. Auch mein bisher längster Exkurs, mein Auslandssemester, führte mich für fünf Monate in den südlichsten der Nord-Staaten. Es ist jedoch nicht nur die überdurchschnittlich hohe Anzahl attraktiver weiblicher Geschöpfe die Skandinavien herausstechen lässt, es gibt soviel mehr dass hier richtig gemacht wurde, was in vielen anderen Ländern nicht funktioniert. Doch darum soll es hier nicht gehen. Das Thema ist Musik. Gezielt an ABBA und Roxette vorbei gibt es im hohen Norden musikalisch nämlich viel zu entdecken.
Bewusst wurde mir das als ich anfing auf last.fm dem Carpark North Radio zu lauschen, einer zufälligen Playlist bestehend aus Songs von Carpark North und ähnlichen Bands. Carpark North selbst kommen aus Dänemark, ich lernte sie während meines schon erwähnten Auslandssemesters kennen. Sie stechen vor allem durch die Mischung aus elektronischer- und Rockmusik hervor, was man sicher auch über einige der hier angeführten Bands sagen. Hier kommen sie.
Mew (Dänemark)
Von Mew habe ich auch schon während meines Auslandssemesters gehört, jedoch eher nebenbei. Außerdem ordnete ich ihre Musik der Kategorie »schwer« zu. Und auch heute würde ich noch sagen dass es sich bei Mew nicht um leichte Kost handelt. Deshalb wird man vermutlich auch nicht unbedingt ein gesamtes Album durchhören wollen, einige der Songs sind aber genial, und die Stimme des Sängers einfach unverwechselbar.
Eskobar (Schweden)
Bei Eskobar bin ich mir nicht sicher ob man die Band kennt oder eher nicht, denn ich habe schon seit langer Zeit ein Lied von ihnen (»Someone New«), das mir mittlerweile schon so vertraut ist, dass es mir sehr schwer fällt hier eine Aussage zu treffen.
Kent (Schweden)
Kent sind nun schon seit 1990 musikalisch Tätig und haben schon unzählige Alben herausgebracht. Ich selbst habe sie eben erste jetzt kennengelernt. Mittlerweile habe ich schon Songs von verschiedensten Alben gehört und bin von fast allen sehr angetan
Moi Caprice (Dänemark)
Von Moi Caprice habe ich bisher hauptsächlich Songs vom Album You Can’t Say No Forever gehört, die gefallen mir bisher aber dafür so gut wie alle. Ein Geheimtipp?
- Moi Caprice – For Once in Your Life Try to Fight For Something You Believe In
- Moi Caprice – To The Lighthouse
- Moi Caprice – My Girl You Blush
Brightboy (Finnland)
Die Musik von Brightboy fällt wohl in die Kategorie »Happy Sound«. Solls ja auch geben dürfen und schafft sehr gute Laune, hier vor allem »Kyllikki«. Finnisch ist schon eine lustige Sprache
The Fashion (Dänemark)
Zu The Fashion gibt es nicht viel zu sagen, ein ganz netter Song. Vielleicht gibt es da ja mehr.
Dúné (Dänemark)
Dúné ist einigen Songs schon sehr elektronisch angehaucht, in anderen wiederum weniger. Deshalb gibt es auch jeweils ein Beispiel.
Nephew (Dänemark)
Über Nephew kann ich nicht viel sagen, mir gefällt aber ein Song sehr gut.
Spleen United (Dänemark)
Die Texte werden immer kürzer und der Trend setzt sich auch bei Spleen United fort.
So das waren sie nun, meine Neuentdeckungen aus dem hohen Norden. Ich denke dass hier relativ viel in eine ähnliche Richtung geht, vielleicht lässt sich bei einigen Dingen hier ein neuer skandinavischer Stil erkennen, ich weiß es nicht, vermutlich gibt es auch viele ähnliche Lieder und Gruppen die nicht aus Skandinavien kommen. Auf jeden Fall bin ich nun auch noch von der Musik aus Dänemark und Konsorten angetan. Dieser Norden hats wirklich in sich.
Wer sich alle hier vorgestellten Songs gemütlich in einer Playlist anhören möchte kann dies in folgender Youtube Playlist machen. Viel Vergnügen.

Ralph
21 Dec 2008 15:39
… mal ganz davon abgesehen, dass ca 95% aller guten metal musik aus skandinavien kommt