Essen bestellen

Wenn abendlich der Hunger ruft und die Faulheit gewinnt, man nicht kocht, vielleicht auch wegen dem Versäumnis nicht eingekauft zu haben, bietet es sich an Essen zu bestellen. Dann in einer Stadt wie Wien zu leben hat gewisse Vorteile, so auch die Qual der Wahl. Wie interessant und vielseitig so ein Abend sein kann sollen folgende Zeilen beschreiben.

Essen zu bestellen hat fast immer den Touch des Besonderen, schließlich ist es nichts Alltägliches und außerdem eine kostspielige Angelegenheit. Doch manchmal ist as nahezu unausweichlich. Wie soll man nun vorgehen um an sein essen zu kommen?
3 Möglichkeiten drängen sich da auf. Lokale in die man sonst gern essen geht sind hier die Nummer 1, sofern sie auch liefern. Zustelldienste, die man schon ausprobiert hat und mit denen man zufrieden war findet man auf der 2 und auf Position 3, schließlich sind wir im 21. Jahrhundert: Google.

Googelt man Zustellservice stößt man schnell auf Seiten wie lieferservice.at oder willessen.at, die eine breites Spektrum an Essen aus vielen Regionen der Welt anbieten. Letztere kann zu einem interessanten Abend führen, der wie dieser aussieht:

21 Uhr 28: Nach reiflicher Überlegung hat man sich auf einen Zustellservice geeinigt, ein türkisches Lokal, das Bestellformular ausgefüllt und wartet nun freudig auf sein Essen.

21 Uhr 35: Das Telefon läutet. Nicht ungewöhnlich wie man als Profi des Essen-Bestellens weiß. Dran ist ein freundlicher Mitarbeiter des Lokals, der einem erklärt, die Bestellung kann nicht ausgeführt werden und das mit den Worten: “Mustafa ist nicht da” – Ein Rückschlag, zweifelsfrei..

21 Uhr 44: Man hat sich auf ein anderes Lokal geeinigt, wieder ein türkisches und bestellt. Warten..

22 Uhr 14: Essen ist noch nicht da und man hat noch nichts gehört, also ruft man an. Ah, es ist eine Fax-Nummer und so harmonisch der Sound auch klingen mag, mit denen lässt sich nicht gut reden.

22 Uhr 33: Die Zeit wird langsam knapp, viele Zustelldienste haben bereits geschlossen. Aus denen, die noch offen haben wurde endlich ein anderes Lokal gewählt, ein Italiener, und Essen ist bestellt.

22 Uhr 39: Nach den erlebten Rückschlägen fühlt man sich verunsichert und ruft dort lieber mal an. Ein freundlicher Italiener versichert einem, dass sie noch offen haben und sie versuchen werden noch vor 23 Uhr zu liefern. Alles null Problemo.

23 Uhr 00: Das Fax ruft zurück, legt aber gleich wieder auf.

23 Uhr 15: Erneute Zweifel treten auf. Das ist aber nicht schlimm, der Hunger ist eigentlich weg.

23 Uhr 35: Das Essen ist da.

Fazit: Man hat wunderbar gespeist, einen Abend erlebt, von dem man seinen Bekannten erzählen kann und Kontakt zu einem Fax aufgebaut aber wenn man wirklich hungrig ist und nicht so viel Zeit zur Verfügung hat sollte man vielleicht besser darauf verzichten neues auszuprobieren oder noch besser, kocht einfach selbst!